Wohn- und Geschäftshaus Rorschach

Kronenstrasse, Rorschach
Wohn- und Geschäftshaus
Studienauftrag 1. Rang

Die Lage des Baufeldes inmitten der Einkaufsmeile ist dreiseitig vom öffentlichen Raum umschlossen und schliesst das Wohnquartier im Westen gegenüber dem dichten Stadtkern ab. So ist das Gebäude Teil eines Blockrandes mit vorwiegenden Wohnhäusern. Der klare und ruhige Baukörper, bildet im Norden dessen Abschluss, indem er sich so weit wie möglich an den Blockrand setzt und die bestehenden Fassadenfluchten aufnimmt. Zusätzlich trifft das Gebäude an dieser Lage auf die gut frequentierte Einkaufsmeile. Das Gebäude, das im Erdgeschoss eine Ladenzone und in den oberen Geschossen Wohnungen aufnimmt, vermittelt zwischen dem öffentlichen Stadtraum und der dahinter beginnenden letzten Schicht der Mehrfamilienhäuser.

Die Zugänge für die Gewerbenutzung und dessen Anlieferung im Erdgeschoss sowie der grosszügige Eingang für die Bewohner wurde bewusst voneinander getrennt. Die Anlieferung und die Parkierung erfolgt über die Feuerwehrstrasse im Westen. Im Norden, wo das Gebäude an die Einkaufsmeile anschliesst, erfolgen die Zugänge für die Gewerberäume entlang der Schaufenster.
Der Zugang für die Bewohner erfolgt über die Kronenstrasse, etwas zurückgezogen von der gut frequentierten Poststrasse, jedoch klar ersichtlich durch dessen Ausformulierung. Zusätzlich wird dieser durch das im Erdgeschoss hervorstehende Sockelvolumen definiert. Dadurch entsteht eine kleine Vorzone, der Bewohner wird entlang der Fassaden zum Eingang und der dahinterliegenden Halle geführt.

Das Gebäude, so einfach es in seinem Volumen erscheint, reagiert in feinen Abstimmungen in den Fassaden auf seine Umgebung. Mit der Nordfassade richtet es sich klar auf die Einkaufsmeile aus und gibt dem Strassenraum durch seine geordnete Fassade ein gewisses Schrittmass vor. Die beiden Seitenfassaden werden durch die leicht aus der Aussenhaut gezogenen Loggien lebendiger, bevor die Südfassade letztendlich in ihrer Starrheit aufbricht und sich durch die weiter auskragenden Loggien stärker bewegt.

Die Wohnungen sind mehrheitlich durch eine Tag- Nachtsituation gegliedert. Im Eingangsbereich befinden sich die grosszügigen Garderoben, sowie bei den grossen Wohnungen ein Gästebad. Der freie Wohn- und Essbereich mit offener Küche ist immer an die Loggia angeschlossen, so dass der Wohnraum leicht nach Aussen erweitert werden kann. Die Kochinseln bilden eine leichte Trennung der Küche zum Ess- und Wohnraum. Durch Schiebetüren und Doppelflügeltüren kann der Grundriss zusätzlich verfeinert und fliessender gestaltet werden.

Auftraggeber: Meili Unternehmungen AG